Großübung am Krankenhaus Winsen
Das Krankenhaus Winsen in der Friedrich-Lichtenauer Allee war am Mittwochabend Ziel einer groß angelegten Einsatzübung von drei Fachzügen ( FZ Wasserförderung, FZ Wassertransport und FZ Technische Hilfeleistung 1 ) sowie dem Einsatzleitwagen ELW 2 der Kreisfeuerwehr, der Schnelleinsatzgruppe ( SEG ) Heide des DRK und dem THW Ortsverband Stelle-Winsen. Um 19 Uhr waren die Einsatzzüge mit insgesamt 150 Helfern zu einem simulierten Großeinsatz zum Winsener Krankenhaus gerufen worden. Als fiktive Einsatzlage, ausgearbeitet von Hans Rebenstorf und weiteren Helfern der Winsener Feuerwehr, war angenommen worden, dass es im Südtrakt des Krankenhauses zu einem Großbrand gekommen war, der Brand breitete sich trotz eines großen Feuerwehreinsatzes aus, und weitere Unterstützung wurde nötig, um bei einer groß angelegten Evakuierung das Krankenhaus zu räumen. Von dieser fiktiven Übungslage ging es für die Kräfte der drei Hilfsorganisationen an die praktische Übungsrealität. Bei ihrem Eintreffen sahen sich die Einsatzkräfte unter der Leitung vom stellvertretenden Brandschutzabschnittsleiter Norbert Petersen aus Garlstorf mit einem verqualmten zweiten Obergeschoss in einem zum Übungszeitpunkt unbenutzten Bettenhaus gegenüber, 25 Personen wurden in dem durch Disconebel völlig verrauchten Gebäudetrakt noch vermisst. 24 der eingesetzten 80 Feuerwehrleute gingen unter umluftunabhänigen Atemschutz zur Menschenrettung in das Gebäude vor, sie wurden wenig später von weiteren Atemschutzträgern des THW unterstütz. Die Rettung der Personen gestaltete sich als sehr schwierig, die Übungslage sah vor, dass es sich bei den Vermissten ausnahmslos um bettlägerige und teils schwerstverletzte Personen handeln sollte. Auf Stühlen, in so genannten Schleifkorbtragen und teilweise auch mit Rettungstüchern wurden die „Verletzten“ allesamt innerhalb einer sehr kurzen Zeit von den unter Atemschutz eingesetzten Kräften von Feuerwehr und THW aus dem zweiten Obergeschoss ins Freie verbracht. Eine erste Sichtung der „Verletzten“ durch DRK Helfer erfolgte noch vor dem betroffenen Gebäude, im Anschluss wurden alle „Geretteten“ zu einem etwas abseits gelegenen Behandlungsplatz gebracht, wo eine weitere Behandlung durch das DRK erfolgte. Eine große Beobachterschar mit dem ärztlichen Leiter des Krankenhauses Winsen, Dr. Heiner Austrup, Kreisbrandmeister Dieter Reymers und dem Ortsbeauftragten des THW Stelle-Winsen, Oliver Schildknecht an der Spitze, schaute sich den Übungsablauf aufmerksam an und war zufrieden mit dem Übungsablauf und der Durchführung aller Kräfte. Nach gut eineinhalb Stunden war die Übung zur Zufriedenheit aller Beobachter erfolgreich beendet worden, das Zusammenspiel zwischen DRK, Feuerwehr und THW funktioniert einmal mehr einwandfrei, und auch die Evakuierung des Gebäudetraktes des Winsener Krankenhauses hat nach Ansicht aller hervorragend funktioniert. „Alle Teilnehmer haben ruhig, besonnen und engagiert ihre Arbeit bewältigt, das war eine sehr gute Leistung“ freute sich der Gesamteinsatzleiter, Norbert Petersen zum Ende der Übung. Er sprach allen Beteiligten ein großen Dank für die engagierte Mitarbeit aus. Einen besonderen Dank hatten die Verantwortlichen an die Betreiber vom Winsener Krankenhaus parat, dass das Objekt für diese Übung zur Verfügung gestellt wurde.
Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW